Dem eigenen Herzen folgen ist manchmal ungehorsam - aber liebevoll

Laut den Ärzten hätte Astrids Sohn sterben sollen. Was gibt es da als Mutter noch zu verlieren. Astrid folgte ihrem Herzen und nicht den Anweisungen der Ärzte.14 Tage später war ihr Sohn wieder gesund.

Ein liebevoller Erfahrungsbericht von Astrid Melzer:


Als mein Sohn 18 Monate alt war, wurde er wegen einer Lungenentzündung in die Kinder-Klinik eingewiesen. Die Ärztin sagte nach Abschluss aller Untersuchungen, dass es dem Kleinen sehr schlecht gehe, dass man halbstündlich Antibiotika spritzen muss und jetzt nicht mehr viel tun könne. Ich solle mir nicht zu viele Hoffnungen machen, denn sie glaube nicht, der er wieder aufkomme.

Ich setzte mich an das Bett meines Sohnes. Die Ärztin meinte, dass ich ruhig eine Weile bei ihm bleiben könne, aber dass ich ihn nicht aus dem Bett nehmen dürfe, weil er zu schwach sei. Dann schloss sie die Tür hinter sich.


So saß ich vor dem Gitterbettchen und schaute meinen Sohn an, der mit lila Schatten unter den Augen kurzatmig und still dalag und schlief.

Eine innere Stimme sagte, dass ich ihn doch hier nicht so einfach liegen lassen könne. Und wenn er schon sterben musste, dann in meinen Armen.

Dieser Gedanke oder vielmehr dieses Gefühl war so stark, dass ich mich im Recht fühlte, die Autorität der Ärztin zu missachten. Ich ließ das Gitter runter, nahm meinen schlafenden Sohn aus dem Bettchen, auf meine Arme.


Über eine Stunde ging ich mit ihm im Zimmer auf und ab und begann leise (damit mich niemand hörte) Lieder zu singen, die ich ihm zu Hause auch immer vorsang. Als ich heiser wurde, verlegte ich mich aufs Sprechen und sagte meinem Sohn, wenn er wirklich sterben und die Welt verlassen wollte, dann dürfe er es tun. Aber dass seine Mama dann sehr traurig wäre und ihm am liebsten folgen würde. Dass sich Papa und Mama aber sehr freuen würden, wenn er doch bei ihnen bleibe, da er doch noch nicht viel kennengelernt habe in der kurzen Zeit und dass er noch einiges erleben könne. Irgendwann fiel mir nichts mehr ein, was ich hätte sagen können - aber ich spürte, dass ich weiterreden müsse und erzählte ihm bunt durcheinander von der Familie, seinen Freunden aus der Kita und Möglichkeiten für die Zukunft.


Irgendwann setzte ich mich mit meinem Sohn auf dem Arm an den Tisch, um auszuruhen. Ich streichelte ihm über die Wangen und die Stirn und hatte plötzlich den Eindruck, dass er nicht mehr so stark glühte wie vor einiger Zeit. Eine Schwester kam herein, die Fieber messen sollte und es stellte sich heraus, dass das Fieber gesunken war.


Mein Sohn wurde nach 14 Tagen wieder gesund und die Ärztin sagte bei seiner Entlassung aus der Klinik, dass sie nicht gedacht hätte, dass er noch mal „hochkomme“ und dass er einen unglaublich starken Lebenswillen habe ...


Ich habe ihr nicht verraten, dass ich ihr Verbot missachtete und meinem liebevollen Gefühl gefolgt war, das ich einem "Teil von mir" zukommen ließ.

Ob das meinem Sohn das Leben gerettet hat, weiß ich nicht. Aber diese Erfahrung war sehr wichtig für mich: Da gibt es mehr als die Medizin, das heilen kann!

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